Die Preisseite von ElevenLabs sieht auf den ersten Blick einfach aus. Sieben Tarife, ein paar Zahlen, fertig.
Und dann fangen die Fragen an:
Reicht der kostenlose Tarif? Ab wann lohnt sich Creator? Was kosten mich die 22 $ am Ende wirklich, wenn ich aus Deutschland bestelle? Und worin unterscheidet sich eigentlich das günstige Voice Cloning vom teuren?
Ich nutze ElevenLabs seit Jahren für Voice-overs, Hörproben und kleine Audio-Experimente. Für diesen Artikel habe ich die Preise noch einmal auf Herz und Nieren geprüft. Und zwar direkt im eingeloggten Konto meines Creator-Plans (Workspace „ElevenCreative“), inklusive der echten Abo-Seite und einem genau nachgezählten Credit-Verbrauch.
Für dieses Update bin ich noch einen Schritt weitergegangen. Ich habe mein Konto testweise auf den Scale-Tarif hochgestuft und jede einzelne Funktion, von Text-to-Speech über Music v2 bis zu den Sprachagenten, mit echtem Guthaben durchgerechnet. Guthaben vorher, Guthaben nachher, Differenz notiert.
In diesem Artikel zeige ich dir alle ElevenLabs Preise im Detail, erkläre dir das Credit-System, kläre die Sache mit der Mehrwertsteuer für EU-Käufer und sage dir bei jedem Tarif klar, für wen er sich lohnt.
Willst du vorher wissen, wie sich Sprachqualität, Voice Cloning und die Audio Tags im echten Einsatz schlagen, findest du das in meinen ausführlichen ElevenLabs Erfahrungen.
- ElevenLabs hat 7 Tarife vom kostenlosen Einstieg bis zum individuellen Enterprise-Preis, alle Stufen mit Preisen stehen in der Tabelle weiter unten
- Voice Cloning gibt es ab Starter (Instant Voice Clone) und Creator (Professional Voice Clone). Kommerzielle Nutzung ist ab Starter erlaubt
- Als EU-Käufer zahlst du den USD-Preis plus 19 % Mehrwertsteuer. Bei Jahreszahlung bekommst du zwei Monate gratis
1. ElevenLabs Preise im Überblick

So sieht die echte Abo-Seite im ElevenLabs-Dashboard aus, wenn du auf „Abonnement“ klickst, mit deinem aktuellen Tarif, dem Verlängerungsdatum und deinem laufenden Credit-Verbrauch.
ElevenLabs hat insgesamt sieben Tarife, vom kostenlosen Einstieg bis zur individuellen Enterprise-Lösung. Hier siehst du sie alle auf einen Blick:
Alle Preise verstehen sich pro Monat und in US-Dollar. Bei jährlicher Zahlung bekommst du zwei Monate gratis.
Und ja:
Als Käufer aus der EU kommt auf jeden dieser Preise noch die Mehrwertsteuer drauf. Dazu weiter unten mehr.
Kurz zur Herkunft dieser Zahlen, damit du weißt, worauf du dich verlässt.
Creator und Scale kenne ich aus meinem eigenen Konto, beide Tarife habe ich selbst bezahlt und die Credit-Anzeige direkt abgelesen. Free, Starter, Pro, Business und Enterprise stammen von der offiziellen ElevenLabs-Preisseite (elevenlabs.io/pricing), die ich für dieses Update noch einmal komplett durchgegangen bin. Überall dort, wo ich eine Zahl selbst nachgemessen habe, schreibe ich das im Artikel ausdrücklich dazu. Und wo ich sie nur abgelesen habe, steht das genauso.
Du willst die Sprachqualität und das Credit-System selbst testen? Im Free-Tarif kannst du sofort starten. Für kommerzielle Projekte wechselst du später bei Bedarf zu Starter oder Creator.
2. Was kostet ElevenLabs im Monat?
ElevenLabs kostet zwischen 0 $ und 990 $ im Monat, je nach Tarif. Für die meisten Content-Ersteller sind es 22 $ für den Creator-Tarif, als Käufer aus der EU also rund 26 $ inklusive 19 % Mehrwertsteuer. Kommerziell nutzen darfst du die generierten Dateien schon ab 6 $ im Starter-Tarif.
Nach oben geht es nur, wenn dir das Guthaben ausgeht. Denn alle Tarife können praktisch dasselbe, sie unterscheiden sich fast ausschließlich in der Menge an Credits, im Voice Cloning und in ein paar Team-Funktionen. Wer über Creator hinauswächst, tut das also wegen des Volumens, nicht wegen einer fehlenden Funktion.
Und wenn du mit einem festen Monatspreis gar nicht arbeiten kannst, gibt es noch den Enterprise-Tarif. Der hat keinen Listenpreis und wird individuell verhandelt.
3. Die Tarife im Detail
Zahlen in einer Tabelle sind das eine. Die eigentliche Frage ist, welcher Tarif zu dir passt. Hier gehe ich jeden einzeln durch und sage dir klar, wann er sich lohnt.
3.1 Ist ElevenLabs kostenlos? (Free-Tarif, 0 $)
Ja, dauerhaft. Der Free-Tarif kostet 0 $ und gibt dir 10.000 Credits pro Monat, also rund 10 Minuten generierte Sprache. Damit kannst du die Stimmqualität testen und mit den Audio Tags wie [whispers] oder [laughs] spielen.
Zwei Einschränkungen musst du allerdings kennen.
Erstens ist im Free-Tarif nur die nicht-kommerzielle Nutzung erlaubt und du musst ElevenLabs als Quelle angeben. Zweitens ist Voice Cloning komplett tabu, egal ob Instant oder Professional. Für ernsthafte Projekte reicht das also nicht. Zum Ausprobieren und für kleine private Spielereien ist der Free-Tarif aber ideal.
Lohnt sich für alle, die ElevenLabs erst einmal kennenlernen wollen, bevor sie Geld ausgeben.
3.2 Starter (6 $)
Der Starter-Tarif kostet 6 $ pro Monat und ist der günstigste Einstieg in die kommerzielle Nutzung. Ab hier darfst du die generierten Dateien also tatsächlich für deine Projekte verwenden, ohne ElevenLabs nennen zu müssen.
Das wichtigste Extra ist das Instant Voice Cloning, das du mit Starter freischaltest. Damit klonst du eine Stimme in wenigen Minuten aus einer kurzen Aufnahme.
Lohnt sich für Einsteiger, die erste kommerzielle Voice-overs brauchen und mit einem kleinen Budget starten wollen.
3.3 Creator (22 $, im ersten Monat teils 11 $)
Der Creator-Tarif kostet 22 $ pro Monat. Für Neukunden lockt ElevenLabs zusätzlich mit einer Aktion, bei der der erste Monat nur 11 $ kostet. Diese Aktion ist an Bedingungen geknüpft und kann jederzeit auslaufen, prüf also am besten direkt auf der Preisseite, ob sie noch aktiv ist. Für die meisten Content-Ersteller ist der Creator-Tarif ohnehin die beste Wahl.
Du bekommst deutlich mehr Credits als bei Starter, eine hochwertigere Audioausgabe und vor allem den Professional Voice Clone. Der klingt spürbar näher am Original als das Instant Voice Cloning, braucht aber mehr Trainingsmaterial.
Lohnt sich für Podcaster, YouTuber und Blogger, die regelmäßig Audio produzieren und eine möglichst natürliche Stimme wollen.
3.4 Pro (99 $)
Der Pro-Tarif kostet 99 $ pro Monat und gibt dir ein großes Credit-Kontingent. Hier sind wir nicht mehr im Hobby-Bereich.
Pro lohnt sich, wenn du ElevenLabs intensiv und produktiv nutzt, etwa für viele Hörbuchkapitel, regelmäßige Synchronisierungen oder eine ganze Reihe an Voice-overs pro Monat. Wenn dir bei Creator regelmäßig die Credits ausgehen, ist Pro der nächste sinnvolle Schritt.
Lohnt sich für Vielnutzer und kleine Studios mit hohem, aber noch überschaubarem Volumen.
3.5 Scale (299 $)
Der Scale-Tarif kostet 299 $ pro Monat und richtet sich an Teams und Agenturen mit hohem Produktionsvolumen. Das Credit-Kontingent ist noch einmal deutlich größer als bei Pro. Genau diesen Tarif nutze ich inzwischen selbst für die tieferen Tests in diesem Artikel. Für ElevenAgents sind im Scale-Tarif 3.738 Anrufminuten inklusive. Dazu kommen 3 Slots für Professional Voice Clones bei insgesamt 30 Stimmen-Slots in der Bibliothek, beides direkt im Dialog „Stimme erstellen“ meines Kontos abgelesen.
Lohnt sich für Agenturen und Teams, die Audio im großen Stil für mehrere Kunden oder Projekte produzieren.
3.6 Business (990 $)
Der Business-Tarif kostet 990 $ pro Monat und ist für Unternehmen gedacht, die ElevenLabs in großem Umfang einsetzen. Hier geht es um sehr hohe Volumina und die Anforderungen größerer Organisationen.
Lohnt sich für Unternehmen mit konstant hohem Audio-Bedarf über viele Projekte hinweg.
3.7 Enterprise (individuell)
Für den Enterprise-Tarif gibt es keinen festen Preis. Er wird individuell verhandelt und richtet sich an Großkunden mit Sonderanforderungen, etwa was Volumen, Verträge oder spezielle Funktionen angeht. Wenn du in dieser Größenordnung unterwegs bist, sprichst du am besten direkt mit dem ElevenLabs-Vertrieb.
Lohnt sich für Großkunden, die eine individuelle Lösung statt eines Standardtarifs brauchen.
4. Was sind Credits und wie weit reichen sie?
ElevenLabs rechnet nicht in Minuten oder Wörtern ab, sondern in Credits. Credits sind die gemeinsame Währung für alles, was du generierst, egal ob Text-to-Speech, Voice Cloning, Dubbing oder Musik.
Jeder Tarif kommt mit einem festen Credit-Kontingent pro Monat. Je teurer der Tarif, desto mehr Credits bekommst du. Umgerechnet in Sprechzeit sieht das so aus:
- Free: rund 10 Minuten
- Starter: rund 30 Minuten
- Creator: rund 121 Minuten
- Pro: rund 600 Minuten
- Scale: rund 1.800 Minuten
- Business: rund 6.000 Minuten
Diese Umrechnung gilt allerdings nur fürs reine Vorlesen. Jede Funktion hat ihren eigenen Credit-Satz, und pro Minute Audio reichen die von 330 Credits bei Scribe bis zu 10.000 beim Dubbing Studio ohne Wasserzeichen. Deshalb hier die komplette Preisliste auf einen Blick. In der dritten Spalte siehst du, ob ich die Zahl selbst im Konto nachgemessen oder nur abgelesen habe.
Alles, was grün markiert ist, habe ich mit Guthaben vorher und Guthaben nachher selbst nachgerechnet. Die gelb markierten Zeilen sind Angaben von ElevenLabs, die ich übernommen habe. Bei Scribe fehlt mir eine eigene Messung, beim Dubbing hat mein Upload im Test gar nicht erst validiert, und die Preise für die einzelnen Musikspuren habe ich im Download-Menü abgelesen statt sie auszulösen.
Jetzt zu den einzelnen Funktionen.
4.1 Was kostet Text-to-Speech?
Aber wie viel ist ein Credit tatsächlich wert? Das habe ich nicht überschlagen, sondern direkt im Konto nachgemessen. Das aktuelle Flaggschiff-Modell Eleven v3 kostet für Text-to-Speech ziemlich genau 1 Credit pro Zeichen, auf den Credit genau und nicht nur ungefähr.
Und weil ein einzelner Test noch kein Beweis ist, habe ich die Rechnung im hochgestuften Scale-Konto gleich noch dreimal nachgestellt. Drei getrennte Generierungen mit 184, 148 und 182 Zeichen haben mich exakt 184, 148 und 182 Credits gekostet, auf den Credit genau. Und noch etwas fällt dabei auf. Eleven v3 liefert dir bei jeder Generierung automatisch zwei fertige Sprachvarianten zur Auswahl, berechnet wird trotzdem nur einmal. Für den Credit-Preis einer Version bekommst du also praktisch zwei.
Und noch ein Detail, das beim Rechnen hilft. Ich habe denselben deutschen Text einmal mit Eleven v3 und einmal mit dem älteren Eleven Multilingual v2 vorlesen lassen, beide Male mit der deutschen Stimme Otto. Kosten in beiden Fällen exakt 184 Credits. Für Eleven v3 war das die vierte Bestätigung der 1-Credit-Regel, für Multilingual v2 die erste. Das ältere Modell spart dir also keinen einzigen Credit, liefert dir aber nur eine Generation statt zwei. Dasselbe gilt für Studio, den Langform-Editor für Hörbücher und lange Texte. Dort haben mich rund 280 Zeichen genau 281 Credits gekostet.
4.2 Was kostet ElevenLabs Music v2?
Bei ElevenLabs Music v2 sieht die Rechnung ganz anders aus. Ein Song kostet 900 Credits pro Minute und Variante, und weil das Tool standardmäßig zwei Varianten erzeugt, landest du bei rund 1.800 Credits für eine einzige Minute fertige Musik. Wählst du bei der Länge „Automatisch“, erzeugt ElevenLabs gerne einen kompletten 3-Minuten-Song, und dann bist du plötzlich bei rund 5.400 Credits für eine einzige Generierung.
Genau das ist mir beim Testen selbst passiert, nur noch deutlicher. Im hochgestuften Scale-Konto hat mich eine einzige Auto-Generierung mit den beiden Standard-Varianten (2:00 und 2:30 Minuten) exakt 4.115 Credits gekostet, mein Guthaben ist von 1.840.607 auf 1.836.492 Credits gefallen. Das deckt sich fast punktgenau mit der 900-Credits-Regel. 4,5 Minuten kombinierte Länge mal 900 Credits ergeben rechnerisch rund 4.050 Credits, der Rest ist Rundungs-Overhang der beiden krummen Song-Längen.
Zwei Dinge kommen danach noch dazu, die in keiner Tarif-Tabelle stehen.
Das erste steckt im Download-Menü. Das komplette Lied als eine Datei bekommst du kostenlos, aber sobald du die Spuren einzeln haben willst, zahlst du drauf. Die Trennung in Gesang und Instrumental kostet 900 Credits, die vollen Einzelspuren (Gesang, Bass, Schlagzeug, Gitarre, Klavier und Andere) kosten 1.800 Credits. Beide Zahlen stehen im Download-Menü meines eigenen Tracks, ich habe sie abgelesen und nicht ausgelöst.
Das zweite ist ausnahmsweise eine gute Nachricht. Wenn dir nur ein Teil des Songs nicht gefällt, musst du ihn nicht komplett neu bauen. Ich habe im Song-Editor die Outro-Sektion meines Lo-Fi-Tracks markiert und per deutscher Textanweisung in ein Synthwave-Finale umschreiben lassen. Zwei Varianten dieser einen Sektion haben mich 1.350 Credits gekostet, mein Guthaben fiel von 1.835.263 auf 1.833.913. Ein kompletter neuer Track hätte 4.115 Credits verschlungen. Gezielt nachbessern ist also rund dreimal günstiger als von vorn anzufangen.
Diese drei Funktionen rechtfertigen den Credit-Preis am ehesten:
- Genre-Wechsel mitten im Track: Du kannst einer einzelnen Sektion ein anderes Genre zuweisen, ohne den Rest anzufassen. Bei mir blieben Intro und Groove auf Tag-Ebene bei 68 BPM Lo-Fi, während das Outro auf 140 BPM Synthwave umgeschrieben wurde. Klanglich blieb der Wechsel allerdings deutlich näher am Original, als die Tags vermuten lassen. Die Details dazu stehen in meinem Music-Guide.
- Inpainting je Sektion: Neu generiert wird nur der markierte Abschnitt, die Übergänge zu den Nachbarsektionen bleiben erhalten. Genau deshalb sind die 1.350 Credits von oben überhaupt möglich.
- Kommerzielle Lizenz ab Starter: Schon im 6-$-Tarif darfst du die fertigen Tracks in YouTube-Videos, Podcasts oder Kundenprojekten einsetzen.
Den kompletten Music-v2-Workflow mit Genres, Inpainting und Songtexten zeige ich dir in meinem ausführlichen ElevenLabs Music Guide.
4.3 Was kostet der Voice Changer?
Auch der Voice Changer, mit dem du eine bestehende Aufnahme in eine andere Stimme umwandelst, hat einen eigenen Credit-Preis. Er läuft technisch auf dem älteren Eleven Multilingual v2 statt auf v3. ElevenLabs gibt auf der Preisseite 1.000 Credits pro Minute an, und meine eigene Messung kommt fast genau dort heraus. Ich habe eine 12 Sekunden lange Testaufnahme meiner eigenen TTS-Stimme in eine andere Stimme umgewandelt, das hat 197 Credits gekostet. Hochgerechnet sind das rund 985 Credits pro Minute.
4.4 Was kostet Scribe v2 (Sprache zu Text)?
Hier muss ich vorweg sagen, dass dieser Satz nicht aus einer eigenen Messung stammt. Auf der offiziellen Preisseite (elevenlabs.io/pricing) gibt ElevenLabs für Speech to Text 330 Credits pro Audiominute an. Zehn Minuten Audio kosten dich damit rechnerisch 3.300 Credits, im Creator-Tarif also rund 2,7 % deines Monatsguthabens. Eine Stunde Interview läge bei knapp 20.000 Credits, also beim Doppelten dessen, was dir der Free-Tarif im ganzen Monat gibt, und bei zwei Dritteln des Starter-Kontingents.
Zwei Dinge weiß ich dafür aus dem eigenen Test. Scribe v2 deckt 92 Sprachen ab und hat mein deutsches Testaudio ohne Vorauswahl korrekt als Deutsch erkannt. Und der Batch-Upload ist nicht der schnelle Weg, auch wenn das Marketing anderes verspricht. Für einen 12 Sekunden langen Clip hat er über zwei Minuten gebraucht. Schnell ist der Realtime-Pfad, nicht das Hochladen fertiger Dateien.
Wie genau Scribe tatsächlich transkribiert, habe ich an anderer Stelle gegen fünf Wettbewerber getestet, nachzulesen im Vergleich der besten KI-Transkriptionssoftwares.
4.5 Was kosten ElevenAgents?
Eine echte Ausnahme ist ElevenAgents, die Sprachagenten-Funktion für Support- und Vertriebs-Bots. Hier rechnet ElevenLabs nicht in Credits ab, sondern direkt in Dollar, und zwar 0,08 $ pro Anrufminute für Telefongespräche und 0,0030 $ pro Textnachricht im Chat-Widget. Ich habe selbst ein Testgespräch mit einem fertigen Support-Agenten geführt (Text-Widget). Das hat 18 Credits Gesprächskosten gekostet, dazu kommen die LLM-Kosten von 0,0829 $ pro Minute Rechenzeit. Bei der kurzen Verbindungsdauer von 2 Sekunden waren das in Summe gerade einmal 0,00276 $, praktisch nicht messbare Centbeträge.
5. Voice Cloning: ab welchem Tarif ist es dabei?
Kurz gesagt bekommst du das Instant Voice Cloning ab Starter für 6 $, den Professional Voice Clone ab Creator für 22 $ und im Free-Tarif gar keins von beiden.
Slot-Zahlen laut ElevenLabs-Dokumentation, die drei Slots im Scale-Tarif im eigenen Konto bestätigt.
Die Zahl der Slots steht nicht auf der Preisseite, sondern in der ElevenLabs-Dokumentation (Guide zum Professional Voice Cloning), die Werte findest du in der Tabelle oben. Die drei Slots im Scale-Tarif kann ich bestätigen, genau so viele zeigt der Dialog „Stimme erstellen“ in meinem eigenen Konto, bei insgesamt 30 Stimmen-Slots in der Bibliothek. Zusätzliche Slots gibt es, wenn ein fertiger Klon in der manuellen Prüfung als „Studio Quality“ eingestuft wird.
Beim Voice Cloning gibt es bei ElevenLabs zwei Stufen, die sich in Qualität, Aufwand und Preis unterscheiden. Im Free-Tarif ist keine der beiden Varianten enthalten, Cloning gibt es erst ab dem ersten Bezahltarif.
Das Instant Voice Cloning (IVC) ist ab dem Starter-Tarif (6 $) dabei. Du lädst eine kurze Aufnahme hoch und hast nach wenigen Minuten eine klonbare Stimme. Die Qualität ist für viele Zwecke schon richtig gut, kommt aber nicht ganz ans Original heran.
Der Professional Voice Clone (PVC) ist ab dem Creator-Tarif (22 $) verfügbar. Er braucht mehr und längeres Trainingsmaterial, klingt dafür aber deutlich näher am Original. Wenn deine eigene Stimme das Aushängeschild deiner Marke ist, lohnt sich der Schritt zum Professional Voice Clone.
6. Mehrwertsteuer und Jahresabo: Was du wirklich zahlst
Hier ein Punkt, den viele übersehen:
ElevenLabs gibt alle Preise in US-Dollar an. Als Käufer aus der EU zahlst du auf jeden Tarif zusätzlich 19 % Mehrwertsteuer. Aus den 22 $ für den Creator-Tarif werden also rund 26 $ inklusive Steuer.
Was am Ende in Euro auf deiner Abrechnung steht, hängt zusätzlich vom aktuellen Wechselkurs und den Gebühren deiner Bank ab. Plane also lieber einen kleinen Puffer ein, statt die USD-Preise eins zu eins in Euro umzurechnen.
Wenn du ElevenLabs regelmäßig nutzt, kannst du beim Jahresabo sparen. Bei jährlicher Zahlung bekommst du zwei Monate gratis, du zahlst also nur zehn statt zwölf Monate. Je nach Tarif macht das einen spürbaren Unterschied.
7. Für wen lohnt sich welcher Tarif?
Genug Theorie. Hier meine klare Empfehlung, je nachdem, wo du gerade stehst:
| Tarif | Preis | Funktionen | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $/Monat | 10.000 Credits, rund 10 Minuten Sprache Alle Kernfunktionen zum Ausprobieren Kommerzielle Nutzung Voice Cloning | Reines Kennenlernen ohne Risiko |
| Starter | 6 $/Monat | 30.000 Credits, rund 30 Minuten Sprache Kommerzielle Nutzung erlaubt Instant Voice Cloning Professional Voice Clone | Erste bezahlte Voice-overs mit kleinem Budget |
| CreatorFür die meisten | 22 $/Monat | 121.000 Credits, rund 121 Minuten Sprache Professional Voice Clone Kommerzielle Nutzung erlaubt Extra-Minute für 0,18 $ | Podcaster, YouTuber und Blogger mit regelmäßiger Produktion |
| Pro | 99 $/Monat | 600.000 Credits, rund 600 Minuten Sprache Professional Voice Clone Extra-Minute nur noch 0,17 $ | Vielnutzer und kleine Studios |
| Scale | 299 $/Monat | 1.800.000 Credits, rund 1.800 Minuten Sprache 3 Slots für Professional Voice Clones 3.738 Anrufminuten für ElevenAgents | Agenturen und Teams mit mehreren Kunden |
| Business | 990 $/Monat | 6.000.000 Credits, rund 6.000 Minuten Sprache 10 Slots für Professional Voice Clones Kommerzielle Nutzung erlaubt | Unternehmen mit konstant hohem Volumen |
Für die allermeisten Content-Ersteller ist Creator der richtige Tarif, weil er als erster den Professional Voice Clone mitbringt und mit 121.000 Credits genug Luft für rund zwei Stunden Sprache im Monat lässt. Nach oben wechselst du nur, wenn dir das Guthaben regelmäßig ausgeht, nicht weil dir eine Funktion fehlt.
Den Enterprise-Tarif habe ich in der Tabelle bewusst weggelassen. Er hat keinen Listenpreis und wird individuell verhandelt, eine Gegenüberstellung wäre also reine Spekulation.
Wenn du dir noch unsicher bist, ob ElevenLabs überhaupt das richtige Tool für dich ist, schau dir meinen Vergleich der besten KI-Sprachgeneratoren an. Dort ordne ich ElevenLabs in die gesamte Konkurrenz ein. Und in meiner Übersicht der besten Text-to-Speech-Tools findest du weitere Alternativen für unterschiedliche Anwendungsfälle.
Passt dir speziell der Preis nicht, lohnt sich außerdem ein Blick in meinen Vergleich der ElevenLabs Alternativen. Dort stelle ich acht Tools gegenüber, die teils günstiger oder auf einen Spezialfall zugeschnitten sind.
Du bist überzeugt und willst direkt loslegen? Dann kannst du ElevenLabs hier kostenlos ausprobieren und dich in Ruhe durch die Tarife arbeiten.






